Das Geheimnis der ErwählungDer Gesamte Bibeltext sagt uns, dass wir nur durch den Glauben an Jesus Christus gerettet werden können.
Wenn der Bibeltext hier beendet wird, kommt eine ganz andere Aussage dabei heraus. Gott würde die Heiden (Thessalonicher) von Anfang an zur Errettung erwählt haben. Das wäre ein Widerspruch zur Bibel, weil Gott niemandem zum Heil oder zur Verdammnis erwählt. Und Jesu Erlösungswerk wäre dann überflüssig.
Der gesamte Text gibt den richtigen Gedanken wieder. Durch die griechische Schreibweise im Urtext scheint die Reihenfolge andersherum zu sein. Aber sie ist absichtlich so, da es ein Chiasmus ist. Gott hat die Gemeinde in Jesus Christus vor Grundlegung der Welt erwählt. Nach dem Erlösungswerk von Jesus Christus wurden die Heiden, als Volk, durch das Evangelium in die Nachfolge gerufen. (siehe auch hier und hier) Ein Teil der Gemeinde Jesu Christi kann nur sein, wer an Gottes Wort, der Wahrheit, glaubt. Der zweite Bestandteil der Gemeinde ist die Heiligung des Geistes. Diese zwei Hauptbestandteile machen die Gemeinde aus, die in Jesus Christus seinen Bestand hat.
Der 1. Chiasmus zeigt im 2.Thessalonikerbrief 1 den geistlichen Kontrast eines Ungläubigen und eines Glaubenden auf. Die glaubenden Thessaloniker haben dem Zeugnis des Paulus geglaubt und dadurch wird Jesus Christus verherrlicht. Die Ungläubigen bekommen als Strafe das ewige Verderben. Paulus hat einige Dankesanliegen und Fürbitten für die Thessaloniker, die er an Gott richtet. Der Chiasmus lautet sinngemäß: "HERR Jesus wird offenbart vom Himmel her mit den Engeln Seiner Macht".
Der 2. Chiasmus zeigt im 2.Thessalonikerbrief 2 den seelischen Zustand der glaubenden Thessaloniker und der Ungläubigen auf. Während die einen dem Ruf Gottes durch das Evangelium geglaubt haben, haben die anderen der Wahrheit nicht geglaubt und sie nicht geliebt. Und während Gott Seine Kinder durch Jesus Christus im Wort und Werk stärkt und sie tröstet, sendet Er den Ungläubigen die Macht der Verführung, so dass sie der Lüge glauben. Sie werden durch den Bösen, der in der Macht Satans kommt, durch lügenhafte Zeichen und Wunder zur Ungerechtigkeit verführt. Der Chiasmus lautet sinngemäß: "Wir müssen Gott allezeit für euch danken!".
Der 3. Chiasmus zeigt im 2.Thessalonikerbrief 3 den leiblischen Unterschied eines unordentlichen Bruder, der nicht arbeiten will, und Paulus selber als Vorbild auf, der mit viel Mühe und Anstrengung sein Brot verdient hat. Die Brüder von Thessaloniki sollen keinen Umgang mit einem haben, der nicht dem brieflichen Wort der Apostel gehorcht hat. Der Bruder soll im Auftrag des Herrn Jesus Christus ermahnt werden. Der Chiasmus lautet sinngemäß: "Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen".
In den 3 Chiasmen sehen wir in zusammengefasster Form die Kernaussagen in dem 2.Thessalonikerbrief. Zuerst haben die Thessaloniker auf den Ruf des Evangeliums gehört und haben der Wahrheit geglaubt. Und als sie dann eine Gemeinde wurden, lebten sie in der Heiligung des Geistes. Gott hat sie als Gemeinde als Erstlinge erwählt zur Seligkeit, bedeutet, dass sie als Gemeinde die ersten Heidenchristen (in Thessaloniki) waren. Im Gegenzug werden alle gerichtet, die der Wahrheit nicht geglaubt haben. Das bedeutet auch, dass sie auch das Evangelium gehört haben und die Möglichkeit hatten der Wahrheit zu glauben. Aber sie hatten Lust an der Ungerechtigkeit, weshalb sie auch gerichtet werden.